Geschichte(n) erzählen verbindet

30 Jahre nach der Wende – Buchtipps

Ergänzend zu unserer Gedenkfeier am 8.November 2019 im Foyer der Schule anlässlich des 30jährigen Mauerfalls hat die Klasse FK11B im Deutschunterricht in einem Literaturprojekt Kinder- und Jugendbücher gelesen und sich mit der neueren deutschen Geschichte in Erzählungen auseinandergesetzt. Themen wie das Leben in der geteilten Stadt Berlin in den 1980er Jahren, der Alltag der Menschen in der DDR, Informationen zu gesellschaftlichen und historischen Entwicklungen, Familie, Freundschaft und Zusammenhalt in einem Überwachungsstaat, die letzten Monate der DDR, die Demonstrationen und die friedliche Revolution, die Nacht des Mauerfalls, aber auch die dramatischen Fluchterfahrungen werden in den aktuellen Bucherscheinungen der Kinder- und Jugendliteratur packend erzählt.

Die Kinder- und Jugendromane sind in einer Vitrine im 1. Stock ausgestellt. Mit ansprechenden  Plakaten zu den einzelnen Büchern empfehlen die Schüler/innen der 11.Klasse diese Buchauswahl und hoffen auf viele Leser.

Einige Kommentare der Leserinnen und Leser:

Andreas: Der Jugendroman „Jenseits der blauen Grenze“ von Dorit Linke ermöglicht einen spannenden Einblick in das Leben und die politische Lage in der DDR. Atemberaubend erlebt man die Flucht über die Ostsee mit.

Anna: Als Kinderpflegerin finde ich es sehr interessant, die Zeit des Mauerfalls im Kinderbuch „Fritzi war dabei“ von Hanna Schott aus der Sicht eines Kindes zu erfahren.

Lucie: Das Kinderbuch „Das Mauerschweinchen. Noras Geschichte – Arons Geschichte“ von Katja Ludwig erzählt vom Leben zweier Kinder in der BRD und der DDR, die in Berlin jeweils in der Nähe der Mauer wohnen, aus zwei Perspektiven. Sie wohnen so nah und leben doch so grundverschieden in einer Stadt.

Madeleine und Ayse: Literatur! Lesen! Wir waren erst nicht begeistert und entdeckten dann aber im Comic „Spirou in Berlin“ von Flix, dass die abenteuerliche Handlung mit vielen Informationen zum Leben in der geteilten Stadt spannend und aktionsreich dargestellt ist.

Yaren und Özgül: Im Kinderroman „Gertrude grenzenlos“ erzählt Judith Burger von der Freundschaft zweier Mädchen in schwierigen Zeiten in der DDR. Es ist berührend, dass sie zusammenhalten.

Mariam: Literatur gehört zur deutschen Kultur. Ich habe von Dorit Linke „Wir sehen uns im Westen“ mit meiner Partnerin Sina gelesen und viel über deutsche Geschichte gelernt.

Yannick und Tobias: „Ich schlage vor, dass wir uns küssen“ von Rayk Wieland gilt als das komischste Buch über die DDR. Witzig und skuril!

Manon: In „Mauerblümchen“ von Holy-Jane Rahlens lernt die jugendliche Nachfahrin einer jüdischen Berliner Emigrantin kurz nach der Grenzöffnung einen Jungen aus der DDR kennen. Der Leser erfährt viel aus dem Alltagsleben der DDR-Jugend.

Güllü und Nilay: In „Mauerpost“ von Maike Dugaro und Anne-Ev Ustorf haben wir viel über die letzten Monate der DDR aus der Perspektive zweier Jugendlicher erfahren.

Stefani: In der Zeitreise „Pullerpause im Tal der Ahnungslosen“ erzählt Franziska Gehm mit viel Humor vom Alltag in der DDR. Welches Kind wünscht sich nicht, mit einer Zeitmaschine in vergangene oder zukünftige Zeiten reisen zu können?

Sarah: In der spannenden Dektektivgeschichte „Im Labyrinth der Lügen“ von Ute Krause fließt viel Historisches mit ein: Kinder wurden Eltern weggenommen, wenn sie aus der DDR flüchten wollten. Welch ein Unrecht!

Melina: Zwei Schwestern lernen sich erst nach der Maueröffnung kennen. Die Annäherung erzählt uns Waltraud Lewin in „Mauersegler“.

M.Emmerich, StDin