Eine Woche ohne Smartphone – ein Selbstversuch

Kevin Rühr aus der Klasse FK 10C entschied sich für einen gewagten Selbstversuch. Eine Woche lang wollte er ohne Smartphone, Tablet und sonstige moderne Kommunikationsmittel leben. Er schrieb seine täglichen Erfahrungen auf.

Vorbereitungen

  • Bei elektronischen Medien Passwörter einrichten
  • bei Social Media abmelden
  • Buch von Lieblingssendung gekauft
  • Mit besten Freunden Datum zum Treffen ausgemacht

Beginn 24.01.2019

Ich war erst motiviert, eine Woche mein Handy abzugeben. Als die Vorbereitungen erledigt waren, war ich sehr aufgeregt. Die Abgabe erfolgte am 24.01.2019 um 12:50 Uhr im Klassenzimmer der FK 10C. Als die 3. Pause begann, fühlte ich mich irgendwie leer, da ich alle elektronischen Medien abgegeben hatte. Schließlich wurde ich ein wenig angespannt und leicht nervös. Als die Schule vorbei war, bemerkte ich im Bus (Linie 31), dass jede dritte Person am Handy war und das Umfeld nicht beachtete. Als ich schließlich zuhause war, habe ich nicht gewusst, was ich machen sollte. Ich beschloss mit meinem Hund zu spielen und dann zu Abend zu essen.

Tag 2 25.01.2019

Heute habe ich verschlafen (6:15 Uhr) und fast den Bus verpasst. Normal stehe ich um 05:30 auf. Ich habe es irgendwie geschafft, ihn noch zu bekommen. Anschließend bemerkte ich im Bus, dass auch am Morgen fast alle Leute am Handy waren. In der Schule angekommen, fragten mich ein paar Schüler, wie es ohne Handy sei. Zudem erlaubten sich einige einen Scherz. Zu diesem Zeitpunkt fand ich es noch okay, aber wie ich nächste Woche reagieren würde, stand noch nicht fest. Als wir dann anschließend die Vorbereitungen für das Kinderprojekt besprachen, hatte ich keinen Drang ans Handy zu gehen. Als ich zu Hause war, habe ich das Buch meiner Lieblingssendung gelesen. Anschließend lief ich noch mit meinem Hund durch die Weinberge. Einer meiner Gedanken war, wie es wohl am Ende der Woche aussehen würde. Um neun Uhr schlief ich ein, da ich nicht mehr wusste, was ich machen sollte.

Tag 3 26.01.2019

Heute habe ich bis 10:00 Uhr geschlafen. Es kam ein guter Freund vorbei. Als er da war, spielten wir das Brettspiel Risiko und noch Kartenspiele. Damit vertrieben wir uns gut die Zeit. Ansonsten wurde noch ein Hund zu uns gebracht, den wir über das Wochenende betreuen.

Langsam habe ich das Gefühl, gereizter zu werden.

Tag 4 21.01.2019

Heute ist Sonntag, d. h. die halbe Woche ist geschafft und bald bekomme ich meine elektronischen Geräte wieder. Da ich keine Nachrichten schauen darf, las ich stattdessen Zeitung. Um mich abzulenken, ging ich zum Kahler See, da ich dort am besten abschalten kann. Zudem steht da kein Schreibtisch und es ist alles so friedlich. Anschließend fuhr ich nach Hause, wo ich für Sozial- und Berufskunde gelernt habe. Später aß ich zu Abend und spielte mit meiner Familie ein Brettspiel. Ich hatte an diesem Tag keinen Anreiz ans Handy zu gehen, allerdings wurde ich immer schneller gereizt.

Tag 5 28.01.2019

Heute bin ich um 5:30 Uhr aufgestanden. Sls ich mit dem Frühstück fertig war, bemerkte ich, dass ich noch 30 Minuten Zeit hatte. In der Schule angekommen haben mich ein paar Leute gefragt, wie es ohne Handy sei. Langsam nervte mich diese Frage.

Von einem Mitschüler kam die Bemerkung: „Ja google doch, wenn du es nicht weist!“ Ich versuchte mich ruhig zu verhalten.

Tag 6 29.01.2019

Ich beschloss eine neue Morgenroutine einzuführen:

Normal Ohne Handy
Aufstehen Aufstehen
Tee + Essen machen Tee + Essen machen
30 Minuten am Handy Fertig machen im Bad
Netflix schauen bis 6:10 Uhr Dehn Übungen
Jacke anziehen (06:25) Rudern (ca. 10 min.)
Im Bus Musik hören Köpertraining ca. 10 min
  Bad
  Dank bar für den Tag + positiv denken

Der Tagesablauf nahm nun langsam Form an. Zudem war der Dienstag gefühlt wie Montag. In Sport hatte ich Glück und musste den Leistungsnachweis nicht halten. Die Musik dazu war auf meinem Handy gespeichert.

Tag 7 30.01.2019

Heute bin ich total glücklich, da ich morgen mein Handy wiederbekomme. Da heute Praxis Tag ist, wird es entspannt, da ich nicht an das Handy erinnert werde. Zudem macht es in der Praxis sehr viel Spaß. Soweit lief der Tag ganz entspannt.

Mein Fazit

Ich fand das Projekt sehr hilfreich, um generell auch mal eine Auszeit von den elektronischen Medien zu nehmen. Anfangs war es schwierig, mit der Zeit wurde es aber besser und wenn man hierfür noch eine gute Note bekommen kann, ist die Motivation auch viele höher, dass man es durchzieht.

Mir ist stark aufgefallen, dass die heutige Jugend, aber auch ältere Menschen fast nur am Handy sind. Dazu zähle ich: Musik hören, Telefonieren, Social Media oder auch einfach nur die Nachrichten auf dem Handy oder der Smart Watch abzurufen. Meiner Meinung nach ist die derzeitige Generation, was ich beobachten konnte, Handy süchtig. Dies kann ich auch aus eigener Erfahrung sagen. Außerdem denke ich, dass das Handy manchmal Stress verursacht und darum nicht gut für die Gesundheit ist.

Mein Fazit ist, dass die Menschen versuchen sollte, weniger oft elektronische Medien zu verwenden; mir hat es ja gutgetan.

Im Anschluss möchte ich mich bedanken, dass mich meine Eltern in dieser Situation unterstützt haben.  Dies gilt zudem für Herrn Müller, der das Projekt unterstützt hat. Und allen anderen, die sich darüber lustig gemacht haben sage ich, dass sie es einfach einmal selbst ausprobieren sollten!

Kevin Rühr, FK 10C

Quelle Beitragsbild: https://pixabay.com/illustrations/no-phone-no-cell-phone-phone-sign-2533390/ (Stand 24.06.2019)