Das Demenzprojekt der BFS Sozialpflege

Auch 2013 startete in der Berufsfachschule für Sozialpflege wieder das Demenzprojekt von Schülern für Schüler. Während sich die Lehrer um die organisatorische Vorbereitung kümmerten, konnten die Schüler der 11. Klassen der Berufsfachschule für Sozialpflege sich für die Gestaltung eines Workshops entscheiden. Das Projekt startete am Montag den 14.10.2013 und endete am Donnerstag den 17.10.2013. In den ersten zwei Tagen wurden die Workshops organisiert, aufgebaut und einstudiert. Dazu gehörten auch eine oder mehrere Generalproben mit anschließender Besprechung. Hier arbeiteten die drei 11. Klassen gemeinsam für die 10. Klassen, um die Schüler auf ihr Praktikum vorzubereiten. Am Mittwoch wurden die 10. Klassen in gemischte Gruppen eingeteilt, mit denen sie die Workshops besuchten.

Theoretische Einführung

In dieser Präsentation ging es darum, den 10. Klassen theoretische Grundlagen über Demenz zu vermitteln.

Mit einem kleinen Film und einem Gedächtnistraining stimmte diese Präsentation die Schüler auf die folgenden Workshops ein. Dieses „trockene“ Thema wurde verständlich erklärt und präsentiert.

Hauswirtschaftliche Versorgung

In Rollenspielen zeigten die 11. Klassen die besondere Situation Demenzkranker auf. Nun übernahmen die Schüler der 10. Klasse die Rolle einer Demenzkranken Person und bereiteten nach Anleitung einen Obstsalat zu. Dadurch bekamen die „Neulinge“ ein Gefühl für den Umgang mit den Betroffenen.

Recht

Dieses auf den ersten Blick trockene Thema wurde in diesem Workshop interessant und locker dargestellt. Tolle Rollenspiele und ein Spiel ermutigten die Schüler zum aktiven Mitwirken. So erfuhren die Schüler mehr darüber was demente Menschen selbst entscheiden können und wie eventuell sinnvolle Entscheidungen für sie getroffen werden.

Validation

Demente leben in ihrer eigenen Welt.

Demzufolge ist Validation die „Schauspielbühne“ für unsere Mitschüler. Sie können in diesem Workshop ihr darstellerisches Talent unter Beweis stellen, indem sie Alltagsszenen in einem Seniorenheim nachspielen. Validation heißt nun, das Erleben der Senioren als für sie gültig anzunehmen und sie eventuell behutsam in die Wirklichkeit zurück zu führen.

Basale Stimulation / Snoezelen

Beim Snoezelen wurde für eine harmonische Umgebung gesorgt. Die Schüler konnten selbst Entspannungsübungen ausprobieren.

Die Grundlage dieses Workshops war darauf ausgelegt, dass jeder Einzelne in sich gehen und seinen Körper deutlich spüren konnte. Dies ist auch wichtig für alte und kranke Menschen sowie für Menschen mit Behinderung.

Geschichte und Biographie

In diesem Workshop ging es darum, den Schülern die Notwendigkeit von Geschichte und Biographie im Umgang, mit dem einzelnen Patienten zu verdeutlichen.

Erinnerungsrunde

Hier wurde den Schülern die Möglichkeit geboten, sich in die Rolle eines Demenzkranken hinein zu versetzen. Speziell abgestimmte und angepasste Spiele konnten ausprobiert werden.

Musik und Spiele

Bewegungsübungen und Sitztänze die für demenzerkrankte Menschen geeignet sind, wurden in diesem Workshop vorgestellt. Mit viel Spaß brachten sich die „jungen“ Dementen ein.

Unsere Neulinge sind jetzt soweit auf das Praktikum vorbereitet, dass sie nun beruhigt starten können. Wir Schüler der 11. Klassen hatten Spaß die Workshops zu gestalten.

 

Und wir Lehrer sind stolz darauf, wie ihr die Workshops organisiert und geleitet habt! Danke!

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