Unser schöner Tag auf dem Bauernhof

„Was ist eigentlich Gülle?“ Die Antwort auf diese und viele andere Fragen konnte uns Frau Brunner vom Bauernhof mit Hofladen in Schweinheim beantworten. Diesen hatten wir (die Klassen FE11A und FE 11B) am 20.9.2016 im Rahmen unseres Wandertages erkundet. Manche von uns hatten vorher gedacht, das Leben auf dem Bauernhof (und damit der Wandertag) könnte etwas langweilig sein – aber nein! Wir fanden alles, was wir gesehen und gezeigt bekommen haben, sehr spannend und auch neu.

Einige Vorurteile, die bestanden hatten, wurden durch die Erklärungen vom Hofteam und die Erfahrungen dieses Tages ausgeräumt:

Vorurteil 1 & 2: Kühe werden mit der Hand gemolken und dazu gezwungen.

Ganz und gar nicht! Sie werden nur ein wenig gelockt, und zwar mit Leckereien (Kraftfutter) im Melkstand, in den sie alleine gehen. Dort steht ein Melkroboter, der macht alles ganz alleine: Das Euter der Kühe putzen wie in der Autowaschanlage, die Melkmaschine anlegen, melken, messen, wieviel Milch aus der Kuh rauskommt, und gucken, ob sie gesund ist.

Aussage von Schülerinnen: „Ich habe das erste Mal gesehen, wie eine Kuh mit der Maschine gemolken wird. Mein Vater hat das in Pakistan mit der Hand gemacht.“

„Als die Kuh gemolken wurde, habe ich gefragt, wie viel Liter sie abgibt, und die Antwort war: Bis zu 30 Liter am Tag!“

Vorurteil 3: Auf dem Bauernhof wird Massentierhaltung betrieben.

Auch nicht. Die Tiere dürfen zum großen Teil frei herumlaufen und leben artgerecht, so dass sie glücklich sind.

Aussage einer Schülerin: „Die Kühe streiten sich um das Essen wie wir!“

Vorurteil 4: Die dünnen Kühe sind abgemagert und bekommen nicht genug zu fressen.

Wir haben gelernt, dass es verschiedene Rassen gibt, die dünnen Kühe zum Beispiel geben mehr Milch, die anderen mehr Fleisch.

Aussage einer Schülerin: „Sind die magersüchtig ….?“

Vorurteil 5: Wenn die Kartoffeln reif sind, sieht das Feld gut bewachsen aus.

Wir haben selber mit der Gabel Kartoffeln aus der Erde rausgeholt, die waren nämlich gerade fertig (=reif). Das Kraut der Kartoffeln wird einfach dürr und weniger, wenn die Frucht reif ist. Dann sieht das Feld zwar ein wenig kahl aus, aber unter der Oberfläche wimmelt es nur so vor dicken Kartoffeln!

 

Aussage: „Das Feld sieht aus als läge es seit Jahren brach.“

Frau Brunner und ihr Team haben unsere Vorurteile ausgeräumt, sie haben uns alles gut erklärt und wir durften viel selbst ausprobieren, zum Beispiel Butter machen. Die haben wir mit Schnittlauch auf selbst gebackenem Brot gegessen – lecker!

Eingekauft haben wir dann auch noch regionale und saisonale Produkte im Hofladen, die wir dann am nächsten Tag im Fach „Speisezubereitung“ verwertet haben.

Insgesamt hatten wir einen sehr schönen und abwechslungsreichen Tag, und körperlich haben wir uns wirklich ausreichend betätigt! Vermissen werden wir die süßen kleinen Kätzchen und Hofhund Heidi……

Christine Köhler und die FE11A