Berufsschüler in Ungarn

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Neun Auszubildende der Berufsschule III Aschaffenburg sammeln drei Wochen Erfahrungen in der Gastronomie in Miskolc/Ungarn

Vom 04. – 24.04.2016 nahmen 4 Köche und 5 Hotelfachfrauen der Berufsschule III Aschaffenburg am Programm Erasmus+ in Miskolc/Ungarn teil. Das Projekt mit dem Schwerpunkt eines Betriebspraktikums stand unter dem Thema: CSI – Collecting skills in the Hotel- and Catering Industry 2.0 (Sammeln von Kompetenzen in der Gastronomie).

 

Die ersten Tage in Ungarn standen im Zeichen der Orientierung im Gastland, dem Kennenlernen der ungarischen Kultur und einer Stadtführung durch Miskolc. In unserer Partnerschule Szentpáli István arbeiteten die SchülerInnen an den Projektaufgaben (Erstellung einer Präsentation des Aufnahmebetriebes/Bearbeitung der erstellten Projektthemen) und hatten auch ihren ersten Englischunterricht, der seit diesem Jahr mit zum Projekt gehört. Englisch ist die Brückensprache unter den Jugendlichen in Europa und war deshalb erstmals mit in das Projekt eingebaut.

Am Mittwoch der ersten Woche lernten die Auszubildenden die Betriebe kennen und arbeiteten dann dort insgesamt 9 Tage. An den arbeitsfreien Tagen unternahmen die SchülerInnen Exkursionen nach Lillafüred, wo sie ein Hotel besichtigten, sowie nach Budapest, um die ungarische Hauptstadt kennen zu lernen. Ein weiteres Reiseziel war Debrecen, wo ein Bio-Bauernhof besichtigt wurde und die Gruppe zusammen mit ungarischen Schülern und Lehrern eine große Auswahl der Produkte probieren durfte.

Am letzten Projekttag fand ein Interview der Azubis mit den betreuenden Lehrkräften und einer Lehrerin der Partnerschule statt. Dabei konnten die Azubis ihre Erfahrungen, z. B. die Unterschiede zum Ausbildungsbetrieb, und das Gelernte präsentieren. Unsere SchülerInnen erfreuten mit guten und sehr guten Leistungen.

 Larissa Körwer-Bauer, eine der Auszubildenden, sagte im Interview als Fazit: „Alle Ungarn waren uns gegenüber sehr aufgeschlossen. Wir wurden sehr freundlich empfangen, uns sollte es immer gut gehen. Man hat uns vieles gezeigt und die ungarische Welt wurde uns offen dargelegt.“ Florian Schnelle, Koch Azubi: „Die Teilnahme am Erasmus+ Programm hat ich sehr gelohnt, die Arbeit war interessant. Es war gut zu sehen, wie in der ungarischen Küche gearbeitet wird und welche Gerichte gekocht werden.“ Auf die Frage, ob der Austausch für die nächsten Klassen empfehlenswert sei, antwortete Marcel Rohmann, ebenfalls Koch Azubi: „Unbedingt ja, es ist gut, wenn man schon in der Ausbildung Erfahrungen im Ausland sammelt. Dann weiß man genau, wenn man sich als ausgelernte Kraft bewirbt, was auf einen zukommt.“

Dieser Austausch war dank der Fördermittel der EU, der guten Zusammenarbeit mit unseren ungarischen Partnern und der Bereitschaft der deutschen Ausbildungsbetriebe, die die Auszubildenden für diese Zeit frei gestellt haben, ein voller Erfolg.